In der Wursteiel unseres Jahrhunderts, in diesem Kehraus der weißen Rasse gibt es keine Schuldigen und keine Verantwortlichichen mehr. -- Friedrich Dürrenmatt
Anfang Webmail ALT Webmail NEU Webcam Kontakt Rheintemperatur Linux Reisen

« vorher Seiten nachher »
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 
02.03.2008 Landkarte:37.67844 / -8.43663

Der Weg ist das Ziel...

So lautet eine wohlgemeinte und sicher auch wahre Aussage. Dem möchte ich jetzt folgende Erweiterung hinzufügen: Der Weg ist das Ziel, wenn man eins hat"
Schon früh wird einem gelehrt, das es wichtig ist, ein Ziel vor den Augen zu haben. Mir, in der durchaus glücklichen Lage, mir meine Ziele selber stecken zu können, sind diese etwas verloren gegangen. Ich fröhnte in den letzten Wochen eher den kurzlebigen, direkten Freuden des Lebens, was sicherlich auch reizvoll ist, doch ohne zu wissen, was man will, spielen eben diese Freuden, einem nur eine spontane und nicht sehr nachhaltige Befriedigung vor.
So scheint es mir an der Zeit, mich mit dem weiteren Verlauf meiner Reise auseinanderzusetzen.
Vorneweg, die Idee der Küste nach nach Schottland zu wandern, hat sich für mich als Illusion erwiesen. Einem unerfahrenen Wandere wie ich es bin, stellen sich da zuviele Fragen und Unsicherheiten in den Weg. Und eben, dieser Weg existiert gar nicht. Ich werde mich in den nächsten Tagen schlau machen, wie und wo ich meine Wanderung fortsetzen werde.
Es scheint mir, als bräuchte ich einen vorgegebenen Weg, auf dem die Wasser- und Nahrungbeschaffung, sowie die Aussicht auf eine Unterkunft gegeben sind. So stelle ich mir vor, ist es mir möglich, mich auf den Weg zu konzentrieren, ohne auch laufend die Ziele neu definieren zu müssen.
So schön die Vorstellung, durch Wiesen Felder und Auen zu wander scheinen mag, vorort sieht die Realität nicht ganz so bezaubernd aus. Zäune, Agrikulturen und Privatbesitze machen einem des Leben abseits der Strassen und Wanderwege schwer. Leider sind die Weitwanderwege hier in Portugal mehr geplant als realisiert.
Aktuell muss ich eingestehen, die Tatsachen unterschätzt zu haben, doch werde ich mich noch nicht geschlagen geben, und mir einen renomierten Weg suchen, um doch noch zu meien Wanderzielen zu gelangen.
Noch befinde ich mich auf der "Insel" Amoreiras, wo ich Zeit und Muse habe, neue Pläne zu schmieden.
« vorher nachher »