In der Wursteiel unseres Jahrhunderts, in diesem Kehraus der weißen Rasse gibt es keine Schuldigen und keine Verantwortlichichen mehr. -- Friedrich Dürrenmatt
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26.02.2008 Landkarte:37.67844 / -8.43663

Back to the roots

Eine Phase von Heimweh und Sinnsuche und eher mangelnder Motivation scheint so langsam überstanden. Nicht das ich jetzt klarer sehe, wie weiter, nein.

Zum aktuellen Stand:
nach Porto Covo bin ich nochmals nach Lissabon gefahren, um einzukaufen, und mich nochmals dem Grosstadtleben auszusetzen, wohl auch um zur Erkenntmis zu gelangen, das dies nicht das ist, was ich suche...
Trotzdem möchte ich es nicht auslassen, ein paar Worte darüber zu verlieren: Lisboa, wie man hier sagt, ist eine sehenswerte Grossstadt, mit grossen Plätzen, auf denen vielfach imposante Monumente an die kämpferischen Zeiten der Kolonialmacht Portugal erinnern. Viele kleine Läden zieren die Strassen und Plätze.Trotz der vielen Menschen läuft das Leben friedlich und geruhsam ab, was wohl die Mentalität der Portugiesen wiederspiegelt. Diese begründe sich durch die heissen Sommer, wie man mir erklärte. In diesen Zeiten wird und kann nicht mehr geleistet werden als unbedingt nötig, und auch bei gemässigten Temperaturen sieht man hier keinen Anlass, daran etwas zu ändern.
In den Touristenquartieren trifft man auch viele Bettler, die einem dann schon etwas Ignoranz abfordern. Am besten hat sich die Taktik "keinen Blickkontakt aufnehmen" bewährt. Um dass Gewissen etwas zu beruhigen hat sich der Grundsatz "jeden Tag eine gute Tat" meiner Mutter ebenfalls als geeignet herausgestellt.
Die Strassenhändler, welche von Drogen über Regenschirme und Sonnenbrillen bis zu Uhren alles verkaufen, können einem durchaus ein Schnäppchen anbieten, was natürlich die nötige Vorsicht nicht vergessen lassen sollte.
Als Bereicherung empfand ich die Strassenmusiker und Gaukler, welche einem mit ihren Vorführungen in guter Erinnerung bleiben, die meineserachtens auch mit einer kleinen Gabe estimiert werden können.
Noch was zum Kopfsteinpflaster, welches überall in Lissabon anzutreffen ist: Es sind meist weisse Steine, welche mit schwarzen Steinen als Kontrast zu wunderparen Ornamenten angelegt wurden. Für das Auge wunderbar anzusehen erweist sich der Belag als durschau tückisch, und verlangt einem einiges an Aufmersmakeit ab. Zum Teil durch Löcher oder Hundekot, zum ander verwandeln Sich die Strassen bei Regen in schmierseifenähnliche Beläge, was was wir schmerzlich erfahren mussten.

Gestern bin ich dann wieder nach Amoreiras gereist, und bereits stellen sich wieder Zufriedenheit und Glücksgefühle ein. Dieser Ort ist für mich der Inbegriff des irdischen Paradieses, und so habe ich entschlossen, nochmals eine Zeit hier zu verbringen.
dies bringt mich zwar Schottland nicht wirklich näher, dafür meinem inneren Frieden :-)

in dieser Stelle noch ein Sorry an die vergeblichen Klicks beim Warten auf einen neuen Eintrag... wer weiss, vielleicht packt mich ja die Muse, und es gibt wieder etwas regelmässiger etwas zu lesen.

Auch ein herzliches Dankeschön an Markus, welcher das neue Design erstellt hat. Oder anders, wenns ums Interauftritte geht, sind Sie hier richtig.

Ebenso ein herzliches Dankeschön an die aufmunternden und unterstützenden Worte, die ihr mir zukommen liessed. Es ist schön zu Spüren, wenn jemand an einem denkt. :-)
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