In der Wursteiel unseres Jahrhunderts, in diesem Kehraus der weißen Rasse gibt es keine Schuldigen und keine Verantwortlichichen mehr. -- Friedrich Dürrenmatt
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20.12.2007 Landkarte:37.67844 / -8.43663

Vom Wetter, Wegen und Leuten

Die folgenden Zeilen lassen Schilderungen von grossen Abenteuern missen, so sind sie zu meiner eigenen Erinnerung niedergeschrieben, und schildern mehr oder weniger meinen Altag, hier in Amoreiras. Das Wetter zeigte sich in den ersten Tagen in seiner ganzen Vielfalt: In den ersten Nächten sank die Temperatur auf minus zwei Grad, dafür war es tagsüber angenehm warm. So konnte das Wasser und meine Verspannungen wieder auftauen. Darauf folgte ein sehr stürmischer Phase, welche die bis jetzt anhaltende Regenperiode einläutete. Dies will nicht heissen das es weniger windig ist. So ziehmlich alles ist nass, oder zumindest feucht, aber ich habs ja so gewollt :-) Das gute daran: Zum einen, das ich Vertrauen in die Ausrüstung (und mich) gewinnen konnte, und zum andern, das nach dem Regen die Sonne folgt. (mit dem Tribut der kalten Nächte) War jeden Tag wandern, eine herrliche Gegend, einsam und verlassen, und doch tut sich überall wieder ein Weg auf. Anfangs war ich erschrocken über die rot weissen Schilder "Zona de Caca Associativa" überall, die an ein Fahverbot erinnern-- dadurch bekam jeder Weg etwas verbotenes. Mir wurde versichert, es handle sich dabei "nur" um Jagdzonen. Ja, hier ist das Jagen an Donnerstagen und Sonntagen frei für Jedermann, es empfiehlt sich an diesen Tagen nicht abseits der grossen Pfade zu wandeln. Weitere Anmerkungen: -Das Ablaufende Regenwasser färbt sich durch die Erde leuchtend orange, sieht faszinierend aus. -Viele arme Leute hier, jeder scheint aber das notwendige und einen Hund zu haben. -Versuche, Regelmässigkeiten im Wetter zu entdecken scheiterten trotz Stundenlangen Studien. Sonne -- Wind -- Sturm --Regen ist eine von vielen Varianten.
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